
Stadtspaziergang – Wilhelmstraße
Mittwoch 15. April | 14:00 - 16:00
Stadtspaziergang mit Uli Krüger
„Was sagt die Wilhelmstraße dazu?“
Unser erster Stadtspaziergang in diesem Jahr führt uns in den Teil der alten Wilhelmstraße, in dem im 18. Jahrhundert viele Palais der Minister der preußischen Könige und auch Adelspaläste entstanden, mit weiten Gartenanlagen, die sich zum Tiergarten hin erstreckten. Nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 folgten repräsentative Gebäude von Regierungsbehörden und ausländischen Botschaften. Mit der Machtergreifung 1933 zog das NS-Regime in die Schaltzentralen der Wilhelmstraße ein und prägte sie mit der Neuen Reichskanzlei und Bunkeranlagen massiv. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und nach dem Krieg bewusst abgetragen, wurde dieser Teil der nördlichen Wilhelmstraße zu späten DDR-Zeiten am Rand der Berliner Mauer mit Wohn- und Geschäftshäusern in Plattenbauweise neu bebaut. Die Siedlung steht seit 2021 unter dem Schutz der städtebaulichen Erhaltensverordnung. Und doch gibt es hier Leerstand. Viele Wohnungen sind in privatem Eigentum und werden zeitweise als Ferienwohnung vermietet.
Wir erkunden eine Straße voller kaum noch sichtbarer Geschichte und haben auch die Gelegenheit im Gespräch mit Anwohner*innen zu erfahren, wie es sich heute hier wohnen und leben lässt.
Alle Interessierten und Neugierigen sind herzlich willkommen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Mit Anmeldung.
Treffpunkt: U-Bahn-Station Anton-Wilhelm-Amo-Straße, vor dem Fahrstuhl
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Anmeldung unter:
+49 176 345 81 696
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