Wünsche werden zu Worten

Das Theaterprojekt  „Wünsche werden zu Worten“ wird in Kooperation mit der
Phönix Schule, Mark-Twain-Str. 27, 12627 Berlin (Hellersdorf) durchgeführt.
Die Schule ist eine Sonderschule für „sprachentwicklungsverzögerte“ Kinder.

Das Projekt wird gefördert durch:

 Logo „Schule und Co.“ ein Förderprogramm der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin

Projektzeitraum 11.02.2010 bis 31.05.2010

Projekt-Vorhaben:
Die Entwicklung einer Szenencollage zum Thema Wünsche mit 32 SchülerInnen aus der Jahrgangsstufe 3 – 4. Es handelt sich um Kleinstklassen mit 9 – 11 SchülerInnen. Die Arbeit erfolgt in drei parallel stattfindenden klassenübergreifenden Gruppen.

Präsentation der Arbeitsergebnisse:
Voraussichtlich am Mittwoch 12.05.2010 im Kino Kiste, direkt neben der Schule in Hellersdorf.

Ablauf und Inhalte und Ziele des Projekts:
SchülerInnen mit Sprachförderbedarf aufgrund psychosozialer und/oder körperlicher Beeinträchtigungen sollen Theater als geschützten Experimentier- und Erfahrungsraum erleben, in dem es ihnen nicht 'die Sprache verschlägt'.
Ausgehend von der Lebenswelt der SchülerInnen erarbeiten die Kultur- und TheaterpädagogInnen in fächerübergreifender Kooperation mit den LehrerInnen der Schule eine Präsentation.
Die SchülerInnen werden ermutigt, ihren Wünschen eine Form zu geben, in den Dialog mit den Anderen zu treten und dadurch entstehende Konflikte spielerisch zu lösen.

Wünsche werden zu Worten: ProjektfotoMittels verschiedener Interaktionsansätze wurden die drei beteiligten Klassen ins gemeinsame Spiel gebracht, Grenzen von Klassenverbänden und Cliquen aufgeweicht.
Es wurden drei Arbeitsgruppen nach Interessenschwerpunkten gebildet, in denen Wünsche durch das Spiel (neu) formuliert und in den Dialog gebracht werden. Die SchülerInnen erfahren, dass ihnen ihre Wünsche nicht selbstverständlich von den Augen abgelesen werden, dass es aber möglich ist, Wünsche zu äußern.

Ausgehend von der Alltagswelt der SchülerInnen wird über Improvisationen ein Thema gefunden, das sich korrespondierend mit Gestaltungsarbeiten im Kunstunterricht (Masken, Bühnenbild/Requisite, Plakate/Einladungen) und Textarbeit im Deutschunterricht zu einer Collage verdichten soll.
Durch das theaterpädagogische Vorgehen können sich die SchülerInnen aus ihrem Rollengeflecht freispielen.
Die Gestaltung von Masken und das Spiel damit ermöglichen zusätzliche Ausdrucksformen. Die SchülerInnen werden ermutigt, Masken ein Stück weit fallen zu lassen und machen dabei die Erfahrung, dass sprachlicher Ausdruck einen Sinn hat, dass man Gehör finden kann, dass man selbst für die Erfüllung seiner Wünsche etwas tun kann und muss.

Um der Zielgruppe der Kinder mit Sprachförderbedarf gerecht zu werden, deren Sprachschwierigkeiten Ausdruck verschiedener Ursachen sind, ist die Kooperation zwischen KulturpädagogInnen und SchulpädagogInnen erforderlich. Demzufolge begleiten die SchulpädagogInnen mit ihrem Hintergrundwissen über die psychosozialen Entwicklungen der SchülerInnen das theaterpädagogische Geschehen (unterstützende Hospitanz, vertiefende Bearbeitung der Thematik im Unterricht, Vor- und Nachbereitung). Dank der Integration des Projekts in die Unterrichtszeit ist eine intensivere Beschäftigung mit den Fragestellungen gewährleistet.