Arsen und Spitzenhäubchen

Arsen und Spitzenhäubchen
von Joseph Kesselring
Deutsch von Helge Seidel
Bearbeitung für das Theater Diamant Dorothee Wendt 2007

Handlung
Brooklyn Anfang der vierziger Jahre. Die Welt (bis auf kleine unentdeckte Flecken) befindet sich im Krieg, doch im friedlichen Haus der Schwestern Brewster scheint das Leben noch in Ordnung. Zwar sorgt ihr Neffe Teddy, der sich für Theodore Roosevelt hält, manchmal für Aufregung, wenn er seinen Amtsgeschäften nachgeht, aber alle wissen: Er ist harmlos!
Gern gesehener Gast ist seine Schwester Elaine Brewster, die berühmte Theaterkritikerin. Seit sie sich in den Pfarrerssohn, Mortimer Harper, aus der Nachbarschaft verliebt hat, verkehrt sie regelmäßig bei ihren Tanten. Alles könnte nicht besser sein, doch plötzlich wird diese klassisch amerikanische Familienidylle der englischen Einwanderer empfindlich gestört.
Im Hause der Brewster spielen sich mörderische Geschichten ab, ganz real und auf keiner Bühne. Elaine Brewster versucht weitere Mordopfer zu verhindern und ihre Tanten vor dem schlimmsten zu bewahren. Aber nun folgt eine Katastrophe der nächsten und zum guten Schluss weiß niemand mehr, ob es die Leichen überhaupt gegeben hat oder ob es nur eine Einbildung
mit paranoischem Hintergrund ist.


Über das Werk
1939 schrieb Kesselring „ Arsen und Spitzenhäubchen“ (Arsenic and Old Lace). Es lief nach der Broadway-Premiere am 10. Januar 1941 dort dreieinhalb Jahre lang vor allabendlich ausverkauftem Haus und war auch in London ähnlich erfolgreich. Auf amerikanischen und europäischen Bühnen immer wieder gespielt, entwickelte sich das Stück zu einem Evergreen des schwarzen Humors. Die Hollywood-Verfilmung des Stücks durch Frank Capra mit Cary Grant, Priscilla Lane, Raymond Massey und Peter Lorre, die 1944 in die Kinos kam, erwies sich als bis heute unverwüstlicher Filmklassiker.
Kesselring – so wird erzählt - hatte das Stück allerdings selbst als sozialkritisches, düsteres Drama verfasst und bekam gar Depressionen, weil Capra den Stoff als schwarze Komödie verarbeitete.

Über den Autor
Joseph Kesselring wurde am 21. Juli 1902 als Sohn deutschstämmiger Eltern in New York City geboren. Von 1922 bis 1924 war er Professor für Musik am Bethel College in North Newton, Kansas, und danach von 1925 bis 1926 musikalischer Leiter und Direktor eines Amateurtheaters in Niagara Falls, New York. Anschließend betätigte er sich als Schauspieler, Autor und Regisseur verschiedener Unterhaltungsstücke und als Verfasser von Kurzgeschichten und Gedichten.
Ab 1933 verdiente er sich endgültig als freiberuflicher Autor und Bühnenschriftsteller sein Brot.
Das Stück erwies sich als Kesselrings einziger Erfolg unter seinen insgesamt zwölf Stücken und brachte ihm unerwarteten Reichtum ein. Joseph Kesselring starb am 5. November 1967 in Kingston im Bundesstaat New York.

Mehr Infos unter www.Theater-Diamant.de