ErzählCafé im April 2010 mit Dr. Irene Runge
Trotz Vulkanasche und Flugverbot über Europa, schafft es Dr. Irene Runge an diesem Wochenende gerade noch so rechtzeitig zum April-ErzählCafé im KREATIVHAUS aus New York einzufliegen.
Immer wieder besucht sie ihren Geburtsort. Sogleich erzählt und schwärmt sie von der Atmosphäre der vierziger Jahre,von Manhattan und vom Times Square, wo ihr Vater in jenen Jahren einen kleinen Buchladen führte.
1949 kehrt die Familie im gleichzeitigen Gründungsjahr der DDR in selbige aus Amerika zurück. Sie geht zur Schule, fängt schon früh an zu arbeiten, studiert nebenbei, promoviert und lehrt danach Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
1986 gründet sie mit Freunden und Bekannten die Gruppe "Wir für uns" - um das Ob und Wie jüdischer Identitäten in der DDR.
Aus dieser kleinen Gruppe entsteht Anfang 1990 der Jüdische Kulturverein Berlin.
Wie die Aufgaben dieses Kulturvereins, deren Vorsitzende sie war, nach der Migration von Juden aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und deren kulturelle und soziale Integration in Deutschland und hier in Berlin wuchsen und zunahmen, dreht sich ihr Erzählen.
Dr. Irene Runge zieht persönliche Bilanz der letzten 20 Jahre. Der Verein ist nun Geschichte. Ein Jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel seine Stunde.
Doch ihr Eintreten gegen Chauvinismus und Antisemitismus geht weiter.





